Die Wirkung von Aspirin®:

Schmerzstillend, fiebersenkend, entzündungshemmend und blutverdünnend

Ein Wirkstoff, viele Wirkungen. Acetylsalicylsäure – der Aspirin®-Wirkstoff – besitzt gleich mehrere Eigenschaften auf einmal. Welche das sind, wie lange Aspirin® wirkt und welcher weitere Inhaltsstoff zusammen mit Acetylsalicylsäure Erkältungen bekämpft, erfahren Sie hier. Außerdem erhalten Sie noch vieles Wissenswerte von Einsatzgebieten bis zur Einnahme.

Jetzt teilen:

Fragen icon
Der Wirkstoff in Aspirin
Einnahme und Wirkungsdauer
Aspirin – Mehr als nur ein Schmerzmittel
Kombipräparate mit Acetylsalicylsäure

Welcher Wirkstoff steckt in Aspirin®?

Acetylsalicylsäure – ein kompliziertes Wort, hinter dem sich ein Wirkstoff mit einer Menge Eigenschaften verbirgt. ASS, so die Abkürzung, wirkt nicht nur schmerzstillend und fiebersenkend, sondern auch blutverdünnend. Außerdem hat ASS entzündungshemmende Eigenschaften. Wie wirkt dieser Wirkstoff, was sind seine Einsatzgebiete und zum Wirkstoff von Aspirin®, der Acetylsalicylsäure: von den Einsatzgebieten bis hin zur Einnahme.

Acetylsalicylsäure: die Wirkung

Acetylsalicylsäure ist ein vielseitiger Wirkstoff mit schmerzlindernden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Außerdem hat er einen blutverdünnenden Effekt und kann zur prophylaktischen Behandlung von erneuten Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt werden.
Doch wie genau wirkt Acetylsalicylsäure?

Dieser Wirkstoff hemmt die körpereigene Bildung von Botenstoffen, die sogenannten Prostaglandine, welche die Empfindlichkeit der Schmerzrezeptoren im Körper erhöhen. Indem ihre Bildung unterbunden wird, senkt sich die erhöhte Erregbarkeit der Schmerzrezeptoren an den Nervenenden und die Schmerzen sowie Entzündungserscheinungen klingen ab.

Acetylsalicylsäure befindet sich in allen Aspirin®-Produkten.

Einnahme und Wirkungsdauer

Wie wird Acetylsalicylsäure eingenommen?
ASS ist ein Wirkstoff, der im Normalfall oral, also über den Mund eingenommen wird. Ob dies nun über eine Tablette, ein Mikro Granulat oder eine Brausetablette zum Auflösen geschieht – kommt ganz darauf an, welche Darreichungsform bevorzugt wird.

Wie lange wirkt Aspirin?
Eine Aspirin® Tablette wirkt schnell: Rund 17 Minuten nach der Einnahme verspüren Menschen mit leichten bis mittleren Schmerzen bereits Linderung. Diese Wirkung hält bis zu sechs Stunden an.
Treten danach die Schmerzen erneut auf, können Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahre nach einem Mindestabstand von vier Stunden weitere 1-2 Tabletten einnehmen. Die maximale Tagesdosis von sechs Tabletten darf dabei nicht überschritten werden.

Aspirin®-Wirkung: Mehr als ein Kopfschmerzmitte

Die in Aspirin® enthaltene Acetylsalicylsäure gehört zu folgenden Wirkstoffgruppen, die jede eine ganz bestimmte Wirkung hervorrufen:

  • nicht-opioide Schmerzmittel 
  • nicht-steroidale Antirheumatika
  • Thrombozytenaggregationshemmer 

Was bedeutet das konkret?

Kopf mit Kopschmerzen

Aspirin gehört zu den nicht-opioden Schmerzmitteln. Dies sind Mittel, die im Gegensatz zu opioden Schmerzmitteln keine Effekte an den körpereigenen Opioidrezeptoren besitzen. Sie wirken über eine Hemmung von sogenannten Prostaglandinen (Gewebshormonen). Prostaglandine sorgen unter anderem dafür, dass wir Schmerzen spüren. Sie sind an der Schmerzweiterleitung und -wahrnehmung im Gehirn beteiligt.

entzündungshemmend

Nicht-steroidale Antirheumatika sind entzündungshemmende Medikamente. Sie unterdrücken die Produktion von Prostaglandinen; diese sind nicht nur für Schmerzen verantwortlich, sondern auch für die Symptome von Entzündungen. Dazu zählen Rötungen ebenso wie beispielweise Schwellungen. Aus diesem Grund hat Aspirin® entzündungshemmende Eigenschaften.

Bluttropfen

Thrombozytenaggregationshemmer hemmen – wie der Name schon sagt – die Verklumpung von Blutplättchen (Thrombozyten). Thrombozyten benötigen, um aneinander zu haften, einen Stoff namens Thromboxan A2. Dieser wird von ihnen selbst mithilfe eines Enzyms gebildet. Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure blockieren aber genau dieses Enzym. Dadurch verlieren die Blutplättchen die Fähigkeit, sich zusammenzuballen.

Überdies kann Aspirin® zur Fiebersenkung eingenommen werden. Der Grund: Acetylsalicylsäure beeinflusst das Temperaturregulationszentrum im Gehirn.

Aspirin® Produktfamilie

Anwendungsgebiete von Acetylsalicylsäure:

leichte bis mäßig starke Schmerzen

wirkt fiebersenkend

vorbeugend nach Herzinfarkt oder Schlaganfall

Gibt es auch Kombipräparate, die Acetylsalicylsäure enthalten?

ASS ist auch in Kombipräparaten erhältlich. Aspirin® Complex beispielsweise enthält neben Acetylsalicylsäure ebenso Pseudoephedrin.
Welche Vorteile hat diese Wirkstoffkombination? Während ASS die Bildung von fieber-, schmerz- und entzündungsauslösenden Substanzen hemmt, lässt der Schnupfen-Wirkstoff Pseudoephedrin die Schleimhäute von Nase und Nebenhöhlen abschwellen. Dies macht Aspirin® Complex zu einem wirksamen Erkältungsmittel: Es befreit von den wichtigsten Erkältungsbeschwerden und öffnet den Weg für den Selbstheilungsprozess.

Aspirin® Complex

Aspirin® Complex

Das Kombipräparat gegen Schnupfen, Fieber, Kopfschmerzen und andere Erkältungsbeschwerden

Die Wirkung von Pseudoephedrin: Der zweite Wirkstoff in Aspirin® Complex

Pseudoephedrin ist ein sogenanntes Sympathomimetikum. Es sorgt für eine vermehrte Ausschüttung von Noradrenalin. Gleichzeitig hemmt es seine Wiederaufnahme. Dadurch wird der Sympathikus angeregt – der Teil des menschlichen Nervensystems, der für die Aktivierung des Körpers zuständig ist. Durch die Anregung des Sympathikus ziehen sich die Blutgefäße zusammen, was wiederum für ein Abschwellen der Schleimhaut von Nase und Nebenhöhlen sorgt. Die Nase wird wieder frei und die Atmung wird verbessert.