Volksleiden Kopfweh: Was sind Kopfschmerzen?

Fast jeder Mensch hat ab und zu mit Kopfschmerzen zu tun – und dann meist genau im ungünstigsten Moment. Egal ob durch Krankheit, Stress oder eine Kopfverletzung: Kopfweh begegnet uns immer wieder. Doch was sind Kopfschmerzen eigentlich genau? Und wie entstehen sie?

Was hat es mit Cephalgie auf sich?

Dröhnend, pochend, stechend – Kopfschmerz, in der Fachsprache Cephalgie genannt, ist nicht gleich Kopfschmerz. Sowohl in der symptomatischen Erscheinung als auch anhand der Lokalisation (Stirn, Schläfen, Hinterkopf) lässt er sich unterscheiden. Doch was sind Kopfschmerzen genau? Hier sei zunächst gesagt, dass noch nicht alle Vorgänge, die im Zusammenhang mit dieser Beschwerde stehen, erforscht sind. Einige Kopfschmerzformen stellen Wissenschaftler noch vor ein Rätsel. Die Forschungen hierzu stecken sozusagen noch in den Kinderschuhen. Nur bei Migräne ist man schon weiter: Dabei vermuten Forscher, dass während einer Schmerzattacke bestimmte Regionen zwischen Rückenmark und Gehirn aktiviert werden. Impulse entstehen, die das vegetative Nervensystem anregen und zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Gehirn führen – sie sind somit durchlässiger für entzündungsfördernde Stoffe, die so leichter ins umliegende Gewebe vordringen und die Schmerzempfindung auslösen können.

Wussten Sie schon, dass…
… bei Kopfweh nicht, wie oft angenommen, das Gehirn selbst schmerzt, sondern die schmerzempfindlichen Bereiche in seiner Umgebung? Dazu gehören zum Beispiel die Hirnhäute und die Hirnnerven. Zu wissen, wie die Kopfschmerzen entstehen, ist maßgeblich für eine erfolgreiche Behandlung.

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Unterschied primäre und sekundäre Kopfschmerzen

Mit Kopfweh ist man selten allein: Innerhalbes eines Jahres leiden etwa 70 Prozent der Bevölkerung – allen voran Frauen – an Kopfschmerzen.1 Man unterscheidet dabei zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen.

Zur Gruppe der primären Kopfschmerzen gehören beispielsweise die häufig auftretende Migräne (38 Prozent der von Kopfschmerzen Betroffenen) und Spannungskopfschmerzen (54 Prozent). Im Gegensatz zur Migräne treten bei Spannungskopfschmerzen die Beschwerden in der Regel beidseitig und oft in Verbindung mit Verspannungen im Nacken- oder Rückenbereich auf. Migräne wird dagegen oftmals von starken, meist einseitigen Kopfschmerzen und weiteren Beschwerden wie Lichtempfindlichkeit oder Übelkeit begleitet. Sowohl Migräne als auch Spannungskopfschmerzen sind eigenständige Krankheiten. Sprich, sie sind keine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung wie zum Beispiel einer Erkältung und damit als primäre Kopfschmerzen einzustufen.

Im Gegensatz dazu sind bei sekundären Kopfschmerzen andere Ursachen für die Beschwerden verantwortlich. Die Cephalgie tritt also nur als eine Begleiterscheinung auf, beispielsweise im Rahmen einer Nasennebenhöhlenentzündung. Aber auch andere Faktoren kommen als Auslöser infrage, unter anderem:

  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Unterzuckerung bei Diabetes
  • orthopädische Ursachen wie ein Schleudertrauma oder Verspannungen der Halsmuskulatur
  • Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Infektionen

Um eine geeignete Behandlung einzuleiten, ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen. Zögern Sie daher nicht und suchen Sie bei Verdacht auf primäre wie auch sekundäre Kopfschmerzen einen Arzt auf.

Welche Kopfschmerzarten gibt es noch?

Die International Headache Society (IHS) unterscheidet eine Vielzahl an Kopfschmerzarten. Neben der Migräne und Spannungskopfschmerzen zählen beispielsweise noch folgende Arten von Kopfweh zu den primären oder sekundären Kopfschmerzen:1

  • Clusterkopfschmerz: primäre Kopfschmerzen; starke Kopfschmerzen im Bereich der Augen, Stirn oder Schläfen; treten innerhalb einer bestimmten Zeitspanne vermehrt auf; Begleitsymptome wie Tränenfluss, Augenrötung, Pupillenverengung
  • idiopathisch stechende Kopfschmerzen: primäre Kopfschmerzen; Schmerz unbekannter Ursache; mittelstarker bis starker Kopfschmerz; kurze, nur wenige Sekunden anhaltende Schmerzattacken; tritt im Bereich des ersten Trigeminusastes (Schläfen- oder Scheitelregion) auf
  • Katerkopfschmerz: sekundärer Kopfschmerz; ausgelöst durch den Konsum von Alkohol; lässt innerhalb von 72 Stunden nach2
  • zervikogener Kopfschmerz: sekundärer Kopfschmerz; ursächlich sind Veränderungen der Halswirbelsäure oder muskuläre Verspannungen 

Die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen unterscheiden sich nach Lokalisation, Häufigkeit, Begleitsymptomen und Dauer.

Gut zu wissen: Ob leichte oder starke Kopfschmerzen, nicht jeder Mensch nimmt Schmerzen gleich wahr. Wie empfindlich jemand auf die Beschwerden reagiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab: So beeinflussen Stress, die aktuelle Stimmungslage oder bisherige Schmerzerfahrungen die eigene Wahrnehmung. Bei der Therapie ist es ist daher wichtig, auf das eigene Empfinden zu vertrauen und den Schmerz individuell anzugehen.


1Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: Kopfschmerz Onlinebroschüre. URL: http://www.dmkg.de/kopfschmerz-onlinebroschuere.html (11.10.2018).

2IHS Classification ICHD-II. URL: http://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/01_inhalt/ (26.11.2018).

3IHS Classification ICHD-II. URL: http://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/03_teil2/08.01.04.01_substance.html (05.12.2018).

Bei Kopfweh sind Schmerztabletten die schnelle Lösung. Auch andere Methoden sind wirksam. 

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