Was hilft gegen eine Erkältung? Tipps und Hausmittel

Die Nase läuft, der Hals kratzt und Husten stört Ihre Nachtruhe? Das klingt nach einer Erkältung, zu der sich häufig noch Beschwerden wie Gliederschmerzen oder Fieber gesellen. Das oberste Gebot lautet nun erst einmal: Stress sowie Anstrengung vermeiden und die Infektion in Ruhe auskurieren. Lesen Sie hier, was außerdem noch gegen eine Erkältung hilft.

Was zu Beginn gegen eine Erkältung hilft

Kündigt sich die Erkältung gerade erst an und besteht noch kein Fieber, ist ein heißes Wannenbad ein guter Rat. Es hat gleich mehrere positive Eigenschaften:

  • Durch die Wärme steigt die Körpertemperatur leicht an, was in der Regel die Immunabwehr ankurbelt und so gegen eine Erkältung hilft.
  • Badezusätze mit Menthol- oder Eukalyptus-Öl wirken sich wohltuend auf die Schleimhäute aus, ähnlich wie bei einer Dampfinhalation.
  • Die Muskulatur wird im heißen Wasser besser durchblutet und dadurch gelockert – was gegen Gliederschmerzen zu Beginn einer Erkältung hilft. Damit der Kreislauf durch das Baden nicht belastet wird, sollte die Temperatur des Wassers nicht über 39 Grad liegen.

Es spricht nichts dagegen, für zehn bis 20 Minuten in der Wanne zu entspannen. Anschließend langsam wieder aufstehen, um Schwindel zu vermeiden. Am besten ist es, sich nach dem Bad in ein kuschliges Bett zu legen – gerne mit Wärmflasche.

Tipp: Wer keine Badewanne hat, dem bietet ein Fußbad Hilfe bei einer Erkältung. Hierzu beide Füße in circa 35 Grad warmes Wasser stellen. In den nächsten zehn Minuten nun immer wieder heißes Wasser nachgießen, bis die Wassertemperatur bei etwa 41 Grad liegt. Nach weiteren fünf Minuten die Füße aus dem Wasser nehmen, gut abtrocknen und in warme Socken stecken. Das trägt dazu bei, die Erkältung zu lindern.

Ausreichend trinken gegen Erkältung

Der gesunde Körper braucht zwischen anderthalb und zwei Litern Flüssigkeit am Tag. Bei einer Erkältung ist der Bedarf jedoch erhöht. Das hat mehrere Gründe:

  • Bei einer Infektion mit Fieber schwitzt der Körper verstärkt, das muss ausgeglichen werden.
  • Die Schleimhäute in der Nase und im Hals sollen feucht gehalten werden, um die Selbstreinigung zu unterstützen und Sekret zu verflüssigen
  • Außerdem dient es dazu, den Flüssigkeitsverlust durch den Schnupfen auszugleichen.

Dabei gilt folgende Faustregel für den Flüssigkeitsbedarf: Pro Grad Körpertemperatur über 37 Grad Celsius sollte ein halber Liter zusätzlich getrunken werden. Wasser, ungesüßter Tee und Saftschorlen mit hohem Wasser-Anteil sind gegen eine Erkältung die beste Wahl.

Heißer Lindenblüten- oder Holunderblüten-Tee regt zudem das Schwitzen an und trägt so dazu bei, das Fieber zu senken.

Dampfbäder erfreuen die Nasenschleimhaut

Heiße Dampfbäder haben eine wohltuende Wirkung bei einer Erkältung, denn sie befeuchten die Schleimhäute. Das ist unter anderem wichtig, um festsitzenden Schleim zu lösen. Ist die Nase wieder frei, lassen häufig auch erkältungsbedingte Kopfschmerzen spürbar nach. Um die Wirksamkeit eines Dampfbades zu verstärken, ist es möglich, dem Wasser verschiedene Zusätze beizugeben. Was gegen eine Erkältung hilft, ist unter anderem:

  • Kamille
  • Eukalyptus-Öl
  • Latschenkiefer-Öl

Kamille wird eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zugeschrieben, während die ätherischen Öle als gute Schleimlöser gelten. Um Ihre Beschwerden zu lindern, können Sie gerne bis zu dreimal täglich fünf bis zehn Minuten inhalieren.

Hinweis: Bei Kindern sollten keine ätherischen Öle für die Dampfinhalation verwendet werden, denn sie würden die Schleimhäute zusätzlich reizen. Aus dem gleichen Grund sind sie für Menschen, die unter Asthma leiden, ebenfalls ungeeignet.

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Was Sie sonst noch bei einer Erkältung tun können

Es gibt noch zahlreiche weitere Tipps, die gegen eine Erkältung helfen können. Verschaffen Sie sich einen Überblick:

  • Kalte Wadenwickel tragen dazu bei, das Fieber zu senken; Sie sollten jedoch nicht angewandt werden, wenn dem Betroffenen kalt ist.
  • Stress zu vermeiden und viel zu schlafen unterstützt das Immunsystem und gibt dem Körper Kraft gegen die Erkältung.
  • Wenn kein Fieber vorliegt und sich der Erkältete kräftig genug fühlt, sorgt ein kleiner Spaziergang für frische Luft und regt den Kreislauf an.
  • Bei Halsschmerzen schwören zudem viele Menschen darauf, mit Salbei- oder Kamillentee zu gurgeln.

Zudem wird heißer Hühnersuppe eine gute Wirkung gegen Erkältungsbeschwerden nachgesagt: Sie wärmt von innen und wirkt durch die enthaltenen Eiweißstoffe entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute. Wer sich nicht allein auf Hausmittel verlassen möchte, kann zusätzlich Erkältungsmittel aus der Apotheke nehmen. Sie haben den Vorteil, dass sie die Beschwerden meist zuverlässig lindern und Betroffene sich so rascher wieder fit fühlen.

Sogenannte Kombipräparate wirken gegen Schnupfen mit Schmerzen und Fieber gleichzeitig, so dass nicht viele verschiedene Mittel eingenommen werden müssen – nur ein einziges Präparat wird benötigt. Bewährt hat sich hierbei unter anderem Aspirin® Complex, denn seine Wirkstoffe besitzen einen fiebersenkenden und schmerzstillenden Effekt. Zudem wirkt das enthaltene Pseudoephedrin abschwellend auf die Schleimhaut von Nase und Nebenhöhlen, sodass Sie rasch wieder durchatmen und gut riechen und schmecken können.

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