Schluckbeschwerden und Schluckstörungen

Schluckbeschwerden kommen selten allein – häufig treten sie in Zusammenhang mit Halsschmerzen auf. Entzündungen der Speiseröhre oder der Halsschleimhaut sind mögliche Ursachen. Welche Auslöser gibt es noch? Was hat es mit Schluckstörungen auf sich? Und vor allem: Wie behandelt man die Beschwerden?

Mann sitzt beim HNO-Arzt, weil er an Schluckbeschwerden leidet.

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Kurzer Abriss: So funktioniert unser Schluckvorgang

Zwischen 1.000 und 2.000 Mal schlucken wir pro Tag – meist ganz unbewusst.1 Und das obwohl es sich beim Schluckakt um einen komplexen Reflex handelt. Generell wird der Schluckvorgang in drei Phasen eingeteilt:


  1. In der oralen Vorbereitungs- beziehungsweise Transportphase (Mundphase) zerkleinern zunächst die Zähne die aufgenommene Nahrung, die von der Zunge mit dem Speichel vermischt wird. Vom Mund gelangt der Nahrungsbrei in Richtung Rachen, was den Schluckreflex auslöst.
  2. Mit dem Reflex leitet sich die Schluckphase (pharyngeale Phase) ein. Der Nahrungsbrei wird vom Rachen zur Speiseröhre befördert. Damit nichts in die Luftröhre gelangt, sorgen verschiedene anatomische Strukturen für den Verschluss des Kehlkopfes.
  3. In der sogenannten ösopharyngealen Phase (Speiseröhrenphase) tritt der Brei in die Speiseröhre ein und wird mittels Wellenbewegungen der Muskulatur in den Magen transportiert.

Während der erste Abschnitt noch willentlich steuerbar ist, laufen die Schluck- sowie Speiseröhrenphase ohne unser Zutun ab (unwillkürlich)

Wie entstehen Schluckbeschwerden?

Schluckbeschwerden können jeden treffen – sie sind sogar ein häufig beklagtes Symptom. Von einem Kloß im Hals über ein kratzendes Gefühl bis zu Halsschmerzen: Die Beschwerden sind recht unterschiedlich. Der Grund: Je nachdem, welche Ursache hinter der Beschwerde steckt, kann sich diese unterschiedlich äußern. Da sich am Schluckakt viele körperliche Strukturen beteiligen, sind die Ursache für die Schluckbeschwerden vielerorts zu finden:

  • Häufig stecken hinter Schluckbeschwerden Entzündungen der Mund- oder Rachenschleimhaut, wie sie oftmals im Rahmen einer Erkältung auftreten. Neben den Beschwerden leiden Betroffene meist noch unter Symptomen wie Halsschmerzen oder Schnupfen.
  • Eine Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut kommt ebenfalls als Ursache für Schluckbeschwerden infrage, insbesondere das Essen von festeren Nahrungsmitteln wird dann zur Qual.
  • Aber auch der Magen kann als Verursacher für die Schmerzen beim Schlucken verantwortlich sein. Normalerweise verschließt ein spezieller Muskel den Mageneingang und verhindert so, dass der Nahrungsbrei zurück in die Speiseröhre fließt. Ist die Funktion allerdings gestört, kann der saure Mageninhalt nach oben gelangen und dort für brennende Schmerzen sorgen (Sodbrennen).

Was ist eine Dysphagie?

Als Dysphagie bezeichnet man eine Schluckstörung. Diese äußert sich durch verschiedene Symptome wie eine beeinträchtigte Zungenbeweglichkeit, einen schwachen Würgereflex oder häufiges Husten. Die Auslöser einer Dysphagie sind ebenfalls verschieden: Möglich sind Verletzungen im Kopf-Hals-Bereich, Erkrankungen der beteiligten Muskulatur, ein Schlaganfall oder andere neurologische Erkrankungen sowie Schluckstörungen durch altersbedingte Veränderungen. Bei Verdacht auf Dysphagie sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Schmerzen beim Schlucken: Das können Sie tun

Zunächst gilt es bei Schluckbeschwerden der Ursache auf den Grund zu gehen. Stecken harmlose Entzündungen dahinter? Oder sind gar die beteiligten Muskeln erkrankt? Um hier Gewissheit zu erlangen, ist ein Besuch beim Arzt anzuraten – er kann Ihnen entsprechend der Diagnose eine geeignete Therapie empfehlen.

Liegt den Schmerzen beispielsweise eine Entzündung der Mundschleimhaut zugrunde, können spezielle Mundspülungen Linderung verschaffen. Treten die Symptome dagegen in Zusammenhang mit erkältungsbedingten Halsschmerzen auf, stehen Betroffenen schmerzstillende und entzündungshemmende Präparate zur Verfügung.

Tipp bei erkältungsbedingten Schluckbeschwerden

Hier hat sich unter anderem das Kombinationsmittel Aspirin® Complex bewährt. Dank seiner beiden Wirkstoffe Acetylsalicylsäure und Pseudoephedrin lindert das Granulat nicht nur Beschwerden wie Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber, sondern befreit gleichzeitig von einer verstopften Nase und Nebenhöhlen.

1Zäch, G.A./Koch, H.G.: Paraplegie: Ganzheitliche Rehabilitation. Basel: Karger 2005. S. 176.

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