Was ist eine Rachenentzündung (Pharyngitis)?

Wenn Schlucken zur Qual wird, weil der Hals schmerzt und kratzt, kann eine Rachenentzündung (Pharyngitis) dahinterstecken. Doch wie entsteht sie? Und was können Betroffene gegen die Schmerzen unternehmen? Alles Wichtige haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Frau fasst sich an den schmerzenden Hals, sie leidet an einer Rachenentzündung.

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Rachenentzündung: Viraler Infekt der oberen Atemwege

Eine Rachenentzündung – fachsprachlich Pharyngitis genannt – tritt meist im Rahmen einer Erkältung (grippaler Infekt) in den Herbst- und Wintermonaten auf. Der Grund: Erkältungsviren haben es in dieser Zeit leichter, über die Schleimhäute von Mund und Nase einzudringen. Denn bei niedriger Außentemperatur kühlt unser Körper unwichtige Bereiche ab, um die lebensnotwendigen Organe zu schützen. Das führt dazu, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen, die Durchblutung abnimmt und so weniger Abwehrzellen in der Schleimhaut produziert werden. Die Folge: Sind die Krankheitserreger erst einmal eingedrungen, können sie für die typischen Beschwerden wie Schnupfen, Husten oder eben eine akute Rachenentzündung, die sich durch Halsschmerzen bemerkbar macht, sorgen.

Nur in seltenen Fällen sind Bakterien wie Streptokokken die Verursacher einer Halsentzündung. Allerdings ist es im Zuge einer viralen Infektion möglich, dass Bakterien aufgrund eines geschwächten Immunsystems eindringen (Sekundärinfektion). Gelegentlich breitet sich die Entzündung dann auf die Mandeln aus; die sogenannte Tonsillitis kann der Arzt anhand des weiß-gelblichen Belags auf den Mandeln erkennen.

Gut zu wissen: Von einer chronischen Pharyngitis sprechen Mediziner, wenn die Rachenschleimhaut ohne Unterbrechung länger als drei Monate entzündet ist. Im Gegensatz zur akuten Entzündung sind allerdings nicht Viren die Auslöser, sondern äußere Einflüsse: Beispielsweise kann ein übermäßiger Zigarettenkonsum oder Chemikalien die empfindliche Schleimhaut im Rachen schädigen.

Die Symptome einer Pharyngitis

Erste Anzeichen für einen entzündeten Rachen sind unter anderem diese Symptome:

  • Kratzen im Hals
  • Halsschmerzen
  • Störung des Schluckvorgangs (Dysphagie)
  • raues, trockenes Gefühl

Häufig wird die Erkrankung von Kopf- und Gliederschmerzen begleitet. Wer außerdem einen Blick in den Hals wirft, wird feststellen, dass die Schleimhaut im Rachen gerötet und entzündet ist.

Eine Sonderform der Rachenentzündung ist die Seitenstrangangina, bei der die Lymphbahnen (Seitenstränge) betroffen sind. Diese finden sich seitlich im Rachen und zeichnen sich bei einer Entzündung durch eine starke Rötung und Schwellung aus. Typisch sind zudem Beschwerden wie starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Ohren- sowie Kopfschmerzen. Im weiteren Verlauf kann es außerdem zu Fieber, Reizhusten und einem allgemeinen Schwächegefühl kommen. Zur eindeutigen Diagnose sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Rachenentzündung: So sieht die Behandlung aus

Im Gegensatz zu einer bakteriellen Infektion, die mit Antibiotika therapiert wird, erfolgt bei der (meist) viral ausgelösten Rachenentzündung eine symptomatische Behandlung. Den Heilungsprozess können Sie zum Beispiel mit folgenden Hausmitteln unterstützen:

  • Viel trinken befeuchtet die Schleimhäute im Rachen und spült virale Erreger aus dem Körper.
  • Heiße Wickel oder warme Milch sind eine Wohltat für den Hals.
  • Kräutertees mit Salbei können die Entzündung hemmen und die Durchblutung fördern.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, bei einer akuten Rachenentzündung auf entzündungshemmende und schmerzstillende Präparate aus der Apotheke zurückzugreifen.

Tipp: Leiden Sie neben einer Rachenentzündung auch an anderen typischen Erkältungssymptomen wie Schnupfen oder Kopf- und Halsschmerzen? Dann ist das Kombinationsmittel Aspirin® Complex eine gute Wahl. Zum einen sorgt die enthaltene Acetylsalicylsäure dafür, dass bestimmte Botenstoffe, die an der Schmerzweiterleitung und Entzündungsentstehung beteiligt sind, gehemmt werden. Auf diese Weise kann Aspirin® auch bei der Linderung von Halsschmerzen im Rahmen einer Rachenentzündung helfen. Zum anderen befreit der Wirkstoff Pseudoephedrin zusätzlich von verstopfter Nase und Nebenhöhlen.

Bei Verdacht auf ein chronisches Leiden sollten Sie zunächst einen Arzt aufsuchen, um den Auslöser zu identifizieren. Im Anschluss an die Diagnose gilt es, die Verursacher weitestgehend zu meiden. In der Regel klingt die Halsentzündung nach einigen Wochen aus. In der Zwischenzeit können Sie aber ebenfalls auf entzündungshemmende Maßnahmen und Hausmittel zur Linderung der Symptome zurückgreifen.

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