Kopfschmerzen nach oder beim Sport – was hinter Anstrengungskopfschmerz steckt

Eigentlich wollen wir uns und unserer Gesundheit mit einem aktiven Lebensstil etwas Gutes tun. Unzählige Beschwerden können dadurch gelindert oder sogar vermieden werden, auch Kopfschmerz-
erkrankungen. Gerade bei chronischen Krankheiten wie Migräne soll die gesteigerte körperliche Aktivität einen entscheidenden Beitrag zur Vorbeugung leisten. Und dann das: Kopfschmerzen nach dem Sport oder anderweitiger Anstrengung – oder sogar währenddessen. Woran kann das liegen? Und was hilft im Akutfall?

Junge Sportlerin leidet unter Kopfschmerzen nach dem Sport.

Warum Kopfschmerzen nach dem Sport auftreten

Kopfschmerzen nach Bewegung lassen sich nur dann effektiv behandeln, wenn Sie den Auslöser dafür kennen und richtig angehen. Dröhnt der Kopf im Anschluss an Joggen, Schwimmen und Co., ist das in der Regel ein Warnsignal des Körpers.

Typischerweise ist der Grund für die Kopfschmerzen nach oder beim Sport aber schnell gefunden: Sie haben sich zu sehr verausgabt. Steigt die Belastung übermäßig an – beispielsweise, weil Sie Ihr Pensum zu abrupt oder zu heftig anheben –, kann eine Überdehnung der Arterien und Venen im Kopf entstehen. Kommt dann durch die verstärkte Bildung von Schweiß noch der Verlust von Flüssigkeit hinzu, steigen die Schmerzen weiter an. Ist also Überanstrengung verantwortlich für die Beschwerden, spricht man vom sogenannten Anstrengungskopfschmerz.

Neben übermäßiger Belastung stehen noch einige andere Ursachen für Kopfschmerzen im Zusammenhang mit Bewegung im Verdacht:

  • Sie trainieren mit der falschen „Technik“: Dies führt zu Fehlhaltungen und/oder Verspannungen, die wiederum Kopfschmerzen nach sich ziehen. Möglicherweise treten so entstandene Beschwerden erst einige Zeit nach dem Training auf – dafür können sie aber auch länger anhalten, wenn die muskulären Probleme weiter bestehen bleiben.
  • Sie haben zu wenig getrunken. Die fehlende Flüssigkeit erhöht die Anstrengung, die der Kreislauf erbringen muss, um den gesamten Körper optimal zu versorgen.
  • Ihnen fehlen Mineralstoffe wie Magnesium oder Salz – weswegen die Muskelfunktion und der Wasserhaushalt nicht optimal reguliert werden können.
  • Die Umgebungstemperatur ist zu heiß oder zu kalt: Auch extreme Temperaturen stellen eine Herausforderung für Herz und Gefäße dar.
  • Sie treiben in ungewohnter Höhe Sport (zum Beispiel, wenn Sie die morgendliche Joggingrunde auch im Urlaub in den Bergen durchziehen oder Bergwanderungen durchführen, ohne sich vorher an die veränderten Gegebenheiten zu gewöhnen).
  • Tritt ein Migräneanfall auf, der sich typischerweise durch Bewegung verschlimmert, kann Sport ebenfalls eine Steigerung der akuten Kopfschmerzen bewirken.

Entstehen Kopfschmerzen nach dem Sport, muss dafür nicht zwangsläufig nur einer dieser Auslöser schuld an den Beschwerden sein. Oftmals sorgt ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren für den dröhnenden Schädel.

Behandeln und vorbeugen: Was gegen Kopfschmerzen nach dem Sport hilft

Egal ob Anstrengungskopfschmerz oder eine andere Form von bewegungsinduzierten Kopfschmerzen: Um die Symptome zu lindern und ihnen letztendlich auch vorzubeugen, stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Trinken Sie vor und während des Sports ausreichend Flüssigkeit. Besonders geeignet sind spezielle Sportdrinks wie isotonische Getränke oder Elektrolytgetränke, die nicht nur den Flüssigkeitshaushalt unterstützen, sondern gleichzeitig auch die Versorgung mit Mineralstoffen und Kohlenhydraten stärken.
  • Gönnen Sie sich Ruhe, wenn Ihr Körper sie benötigt. Das gilt beim Sport genauso wie zuvor. Quälen Sie sich nicht zu körperlichen Höchstleistungen, wenn Sie sich nicht ganz fit fühlen.
  • Essen Sie vor der Trainingseinheit eine Kleinigkeit, um den Blutzuckerspiegel und die Energie hochzuhalten – geeignet ist zum Beispiel eine Banane.
  • Achten Sie generell auf eine gesunde Lebensweise. Konkret bedeutet das: Schlafen Sie ausreichend, verzichten Sie auf Alkohol sowie Nikotin und ernähren Sie sich abwechslungsreich.
  • Erlauben Sie Ihrem Körper genügend Zeit, um sich an neue äußere Bedingungen zu gewöhnen – fangen Sie langsam an und treiben Sie nicht in der größten Hitze oder Kälte Sport.

Kommt es immer wieder zu Anstrengungskopfschmerz, ist es wichtig, dass Sie sich beim Arzt durchchecken lassen. Er kann die individuellen Auslöser von Kopfschmerzen nach dem Sport aufspüren und dazu passende Behandlungsempfehlungen aussprechen.