Gefühlte Temperatur beeinflusst Erkältungen

Gefühlte Temperatur beeinflusst Erkältungen

Das haben wir alle gewusst: Das Wetter kann virale Atemwegsinfekte wie Erkältungen begünstigen. Unklar war bisher, welche Wetterfaktoren sich wie stark auswirken. Jetzt hat eine wissenschaftliche Analyse von Biometeorologen aus Freiburg und Athen gezeigt, dass die von einem Menschen gefühlte Temperatur den größten Einfluss auf das Entstehen einer Erkältung hat.

In der aktuellen wissenschaftlichen Analyse von Professor Dr. Andreas Matzarakis, Freiburg, und Professor Dr. Panagiotis Nastos, Athen, Griechenland, konnte erstmals gezeigt werden, dass eine statistisch signifikante Beziehung zwischen den in Apotheken verkauften Erkältungspräparaten und Wetterdaten besteht. Die Wissenschaftler haben daraus abgeleitet, dass bei bestimmten Wetter- und bioklimatischen Bedingungen Erkältungskrankheiten gefördert werden.

Wie kalt es wirklich ist, ist nicht so wichtig

Besonders interessant: Das individuelle Wärmeempfinden eines Menschen spielt dabei die größte Rolle und nicht etwa rein meteorologische Daten wie die gemessene Lufttemperatur. Sinkt die gefühlte Temperatur drastisch um zehn Grad Celsius, steigt die Wahrscheinlichkeit für den Erkältungspräparateverbrauch - ein Indikator für die Erkältungshäufigkeit - um 27 Prozent, so ein Ergebnis der Analyse.

Neben der gefühlten Temperatur haben auch die Lufttemperatur und der Taupunkt - eine Gradzahl, die angibt, wann Wasserdampf kondensiert - bedeutenden Einfluss auf das Entstehen einer Erkältung. Grundlage der aktuellen Analyse waren die Daten des Instituts für Medizinische Statistik (IMS) für den Erkältungsmittelabsatz und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die meteorologischen und bioklimatischen Daten in Deutschland im Zeitraum von Mai 2004 bis Ende 2007.

Sich schützen und abhärten

Damit sie sich nicht erkälten, sollten sich vor allem Menschen mit Kreislaufproblemen, die besonders temperaturempfindlich sind, vor Wettereinflüssen schützen. Das bedeutet allerdings nicht, sich nicht mehr nach Draußen zu wagen. Im Gegenteil: Wer sich täglich im Freien aufhält - am besten bei einem strammen Fußmarsch oder Sport - härtet seinen Körper ab und trainiert das Immunsystem. Wichtig dabei ist, sich im Behaglichkeitsbereich zu bekleiden. Kommt es dennoch zu einer Erkältung, helfen rezeptfreie Präparate aus der Apotheke. Aspirin Complex zum Beispiel wirkt bei den häufigsten gleichzeitig auftretenden Beschwerden wie Schnupfen, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Der Erkältungsstau wird gelöst, ohne den Körper zu belasten.

Gefühlte Temperatur - was ist das?

Die gefühlte Temperatur (wahrgenommene thermische Umgebung) ist eine künstlich ermittelte Größe, die auf dem Energie-, beziehungsweise Wärmeaustausch des Menschen mit seiner Umgebung beruht. Einfluss auf diese Größe haben:

  • Außentemperatur
  • Windgeschwindigkeit,
  • Luftfeuchtigkeit
  • Sonnenstrahlung
  • Bekleidung
  • Bewegung (z.B. körperliche Arbeitet oder Ruhe)
  • Körpergröße, Gewicht, Alter

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