Alltagsschmerz

Wenn der Alltag weh tut: Über- und Fehlbelastungen können auf Dauer zu Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen führen.
Wenn Sie gerade mal wieder von Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen geplagt werden, dann sind Sie nicht allein: Schmerzen gehören zu unserem Alltag. Allein in Deutschland leiden mehr als 36 % aller Frauen mindestens einmal wöchentlich unter Kopfschmerzen, bei rund 30 % der Männer schmerzt genauso häufig der Rücken. Nur glückliche 9 % erleben ein ganzes Jahr schmerzfrei.
Akute Alltagsschmerzen wie Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen entstehen meistens aufgrund von Über- oder Fehlbelastungen. So reagiert der Körper auf zu wenig Bewegung, eine ungünstige Haltung, ungesunde Ernährung, Stress und allgemeine Abnutzungserscheinungen früher oder später mit Schmerzen. Dabei spielt auch das Alter eine Rolle: Während jüngere Menschen eher an Kopfschmerzen leiden, beklagen sich ältere Menschen vermehrt über Rücken- und Gelenkschmerzen.
Lesen Sie hier, wie Alltagsschmerz im Rücken und in den Muskeln und Gelenken entsteht und was Sie dagegen tun können. Informieren Sie sich hier weiter über Kopfschmerzen. Informationen über Migräne finden Sie hier.

Wenn der Alltag weh tut: Über- und Fehlbelastungen können auf Dauer zu Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen führen.
Das Kreuz mit dem Kreuz: Erste Verspannungen im Rücken können schnell zu akuten Schmerzen werden, wenn sie nicht behandelt werden. Und das kann die gesamte Wirbelsäule betreffen, von der Halswirbelsäule im Nacken bis zur Lendenwirbelsäule am Steißbein. Sind Nerven eingeklemmt, können die Schmerzen sogar bis in Arme, Beine und Kopf ausstrahlen. Gelenkschmerzen treten vor allem an Schultern, Wirbelsäule und Hüfte, im Knie und an den Fingern auf. Muskuläre Schmerzen kommen in erster Linie im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich vor.
Wenn Sie auf Dauer an Rücken-, Muskel- oder Gelenkschmerzen leiden, verlieren Sie an Beweglichkeit. Denn Sie nehmen in der Regel unbewusst eine Schonhaltung ein, um dem Schmerz zu entgehen. Und das wiederum verstärkt die Symptome.

Wenn der Alltag weh tut: Über- und Fehlbelastungen können auf Dauer zu Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen führen.
Warum leiden so viele Menschen heutzutage an Alltagsschmerzen? Eine der wichtigsten Gründe ist sicherlich unser Lebenswandel: Im Gegensatz zu früheren Generationen bewegt sich der moderne Mensch kaum noch. Und wer sich zu wenig bewegt, dem fehlt eine stabile Muskulatur. Schwache Muskeln wiederum können die Wirbelsäule nicht mehr ausreichend stützen und entlasten, die Folge sind Rückenschmerzen.
Zum Bewegungsmangel kommen bei den meisten von uns eine einseitige körperliche Belastung und eine ungünstige Körperhaltung hinzu. Computerarbeit, Autofahrten, die Abende vor dem Fernseher — einen Großteil unserer Zeit verbringen wir im Sitzen. Als Folge daraus entstehen Verspannungen und Schmerzen, die automatisch zu Schon- und Vermeidungshaltungen führen. Ein Teufelskreis beginnt, denn eine Schonhaltung verstärkt die Verspannung und verursacht immer stärkere Schmerzen. Stress und andere psychische Belastungen verschlimmern den Zustand.
Im Gegensatz zu der chronischen altersbedingten Gelenkabnutzung (Arthrose) resultieren akute Muskel- und Gelenkschmerzen meistens aus körperlichen Be- und Überlastungen. Dies kann zum Beispiel nach anstrengendem Sport oder ungewohnter körperlicher Tätigkeit der Fall sein.

Wenn der Alltag weh tut: Über- und Fehlbelastungen können auf Dauer zu Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen führen.
Wenn Sie an akuten Schmerzen leiden, sollten Sie zunächst einmal den Schmerzkreislauf mit Schmerzmitteln durchbrechen: Aspirin aktiviert die Schmerzabwehrmechanismen des Körpers, indem es die Schmerzbotenstoffe stoppt und Entzündungen hemmt. Dadurch werden die Schmerzen gelindert und Sie kommen wieder in Bewegung.
Neben der Einnahme von Schmerzmitteln gibt es weitere Möglichkeiten, akuten Schmerz und Verspannungen sanft zu bekämpfen, z. B. mit Wärmeanwendungen: Richten Sie beim Duschen einen heißen Wasserstrahl auf die schmerzende Stelle oder nehmen Sie ein heißes Bad mit entspannenden Badezusätzen. Auch Infrarotlicht und die gute alte Wärmflasche wirken manchmal schon Wunder. Eine Massage der Schmerzpunkte steigert die Durchblutung der Muskeln und wirkt entspannend. Falls Sie an akuten Muskelschmerzen leiden, können sowohl kalte Umschläge als auch Wärme helfen.
Achten Sie zudem auf Ergonomie im Alltag: Vermeiden Sie stundenlanges Sitzen in der gleichen Position und gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz rückenfreundlich. Auch zu Hause gilt: Tragen Sie keine schweren Gegenstände allein und gehen Sie beim Anheben leichter Lasten in die Hocke.
Sie wollen akuten Alltagsschmerzen längerfristig vorbeugen? Dann bewegen Sie sich! Regelmäßige Gelenk- und Rückenschonende Aktivitäten wie Fahrradfahren, Schwimmen oder Wandern halten beweglich und sorgen für starke Knochen und Muskeln. Bauen Sie das Training schonend auf und planen Sie stets eine Aufwärmphase ein. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie Verletzungen auskurieren und gegebenenfalls Übergewicht reduzieren.
Zu guter Letzt: Auch wenn Sie gerade an akuten Schmerzen leiden, bewahren Sie die Ruhe. Denn Stress spielt nicht nur bei der Entstehung von Schmerz eine große Rolle, er verstärkt ihn auch und führt zu weiteren Verspannungen. Machen Sie deshalb regelmäßige Entspannungsübungen, z. B. Yoga, autogenes Training oder Muskelentspannung nach Jacobson.

