Migräne
Nicht vollständig heilbar, aber kontrollierbar: Bei Migräne hilft die Vermeidung von Auslöserfaktoren und rechtzige Einnahme von Medikamenten.
Trotz aller Fortschritte auf dem Gebiet der Migräneforschung liegt die eigentliche Ursache der Migräne noch immer im Dunkeln. Heute gehen wir davon aus, dass bei Migränepatienten eine angeborene erhöhte Bereitschaft besteht, in speziellen Situationen mit einem Migräneanfall zu reagieren.
Was bedeutet das? Aufgrund dieser erhöhten Bereitschaft wird unter bestimmten Bedingungen, wie z. B. bei einem Wetterumschwung, hormonellen Veränderungen oder Stress, im Gehirn ein regelrechtes Gewitter von Impulsen ausgelöst. Das führt zu einer Kettenreaktion: Die Hirnhaut entzündet sich kurzzeitig. Dadurch werden die so genannten Schmerzrezeptoren in der Hirnhaut so empfindlich, dass schon das einfache Pulsieren der Blutgefäße zu dem typischen Migränekopfschmerz führt. Irgendwann klingt die Entzündung von selbst wieder ab, und der Schmerz lässt nach.
Auch wenn man nicht weiß, wieso manche Menschen diese Reaktion zeigen, weiß man, dass sie durch bestimmte Auslöser, auch Triggerfaktoren genannt, in Gang gesetzt wird. Wie schon erwähnt, gehören zu den möglichen Auslösern Witterungseinflüsse, seelische und körperliche Faktoren (z. B. hormonelle Veränderungen, Diäten und Stress), bestimmte Nahrungsmittel (z. B. Käse, Schokolade oder Alkohol), Veränderungen im üblichen Tagesablauf und Schlafmangel. Was das für Sie bedeutet? Wenn Sie an Migräne leiden, sollten Sie Ihre individuellen Triggerfaktoren erkennen und von da an so gut wie möglich umgehen.