Migräne
Nicht vollständig heilbar, aber kontrollierbar: Bei Migräne hilft die Vermeidung von Auslöserfaktoren und rechtzige Einnahme von Medikamenten.
Ihre Kopfschmerzattacken sind einseitig, pulsierend, hämmernd oder pochend und sehr heftig? Dazu kommen häufig Übelkeit, Erbrechen sowie eine Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit? Wenn Sie Treppen steigen oder körperlich aktiv sind, verschlimmern sich die Symptome? Dann leiden Sie höchstwahrscheinlich an Migräne.
Bei etwa 10 – 15 % der Migränepatienten wird die Migräne von einer so genannten Aura begleitet, die sich langsam über 5-20 Minuten entwickelt und max. 1 Stunde anhält. Typische Aura-Symptome sind z. B. Sehstörungen, wie Schleiersehen, Lichtblitze oder flimmernde Zickzack-Linien, oder ein Kribbeln, das sich von den Fingerspitzen bis in den Kopf zieht. Auch leichte Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen können auftreten. Danach folgt die eigentliche Kopfschmerzphase mit den typischen Begleiterscheinungen.
Bei den meisten Migränikern kündigt sich die Migräne in der Regel 1–2 Tage vorher an: Sie fühlen sich reizbar oder müde, haben Konzentrationsprobleme oder Heißhunger, sind verstimmt oder unbestimmt euphorisch.
Migräneattacken können sehr unterschiedlich ausfallen: Sie dauern unbehandelt zwischen 4 und 72 Stunden und treten durchschnittlich 1–6-mal pro Monat auf, bei Frauen ca. 2 – 3-mal so häufig wie bei Männern.