Fragen & Antworten

Fragen zur Wirksamkeit von Aspirin
1. Wie wirkt Aspirin?

Der Wirkstoff von Aspirin ist die Acetylsalicylsäure. Der Wirkmechanismus von Acetylsalicylsäure ist hervorragend dokumentiert und beschrieben. Man weiß heute vor allem, dass Acetylsalicylsäure die körpereigene Bildung von schmerz-, fieber- und entzündungsauslösenden Prostaglandinen unterbindet. Die Folge: Die Schmerzen lassen deutlich nach, Fieber wird gesenkt und Entzündungen werden gelindert. Wie das genau funktioniert und was Aspirin noch alles kann, erfahren Sie unter Wirkstoff.

2. Wie gut wird Acetylsalicylsäure vertragen?

Acetylsalicylsäure wird - dies zeigt die Anwendung, seit über 100 Jahren bei Millionen von Menschen - gut vertragen. Jedoch kann es - wie bei allen Medikamenten - zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Informationen zu möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten entnehmen Sie bitte dem Beipackzettel.

3. Wie verträgt sich Acetylsalicylsäure mit anderen Medikamenten?

Acetylsalicylsäure verträgt sich mit den meisten verordneten Arzneimitteln. Dennoch empfehlen wir Ihnen, wenn Sie bereits andere Medikamente nehmen, vor der Einnahme Ihren Arzt zu fragen. Wenn Sie z.B. auf Medikamente zur Gerinnungshemmung, gegen Diabetes, Gicht oder Arthrose angewiesen sind, sollten Sie Acetylsalicylsäure nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

Weitere Hinweise zu möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder sonstigen Risiken finden Sie im Beipackzettel.

4. Kann ich als Diabetiker Acetylsalicylsäure nehmen?

In diesem Fall ist es sinnvoll, Ihren Hausarzt zu Rate zu ziehen. Da er/sie mit Ihrer Krankheitsgeschichte und Medikation genau vertraut ist, kann er/sie am besten eine Antwort auf diese Frage geben. Wegen des erhöhten Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern kann die Einnahme von Aspirin jedoch unter Umständen durchaus sinnvoll sein.

5. Wie wirkt Acetylsalicylsäure auf das Blut?

Acetylsalicylsäure vermindert die Wirkung bestimmter Botenstoffe. Diese Stoffe sind für das Zusammenklumpen der Blutplättchen (Thrombozyten) verantwortlich. Auf diese Weise kann das Risiko für die Entstehung von Thrombosen verringert werden.

6. Darf man Acetylsalicylsäure in der Schwangerschaft nehmen?

Acetylsalicylsäure darf in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Und auch in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft sollte Acetylsalicylsäure in der Regel nicht oder nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden - weitere Informationen dazu finden Sie im Beipackzettel.

7. Was ist der Unterschied zwischen Aspirin und so genannten Generika?

Der Wirkstoff von Aspirin, die Acetylsalicylsäure, wurde von Bayer vor über 100 Jahren entdeckt und seither stetig weiterentwickelt. So verleiht Bayer den anerkannten "International Aspirin Award" an Wissenschaftler aus aller Welt für deren herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Aspirin-Forschung. In Deutschland wird Acetylsalicylsäure nur von Bayer unter der Marke Aspirin vertrieben. Deshalb: Nur wo Aspirin draufsteht, ist das Original Aspirin von Bayer auch drin.

Generika hingegen sind Arzneimittel, die eine wirkstoffgleiche Kopie eines bereits unter einem Markennamen auf dem Markt befindlichen Medikaments sind. Vom Originalprodukt können sich Generika bezüglich enthaltener Hilfsstoffe und Herstellungstechnologien unterscheiden.

8. Ist Aspirin glutenfrei?

Sämtliche Aspirin Produkte sind glutenfrei und können daher von Patienten, die an Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit leiden, eingenommen werden.

9. Enthält Aspirin Laktose (Milchzucker)?

Nein, sämtliche Aspirin Produkte sind milchzuckerfrei und können daher von Patienten, die auf diesen Inhaltsstoff allergisch reagieren, eingenommen werden.

10. Kann ich Aspirin als Schmerzmittel einnehmen, wenn ich gleichzeitig niedrig dosierte Acetylsalicylsäure, z. B. zur Reinfarktprophylaxe ("Blutverdünnung") einnehmen muss?

Ja, zur Blutverdünnung sind niedrige, tägliche Dosierungen von Acetylsalicylsäure (ca. 100 mg) ausreichend. Zur Therapie von akuten Schmerzen ist eine Einzeldosis von 500-1000 mg Acetylsalicylsäure erforderlich. Diese Dosierung wirkt weder verstärkend noch abschwächend auf die blutverdünnenden Eigenschaften der niedrig dosierten Acetylsalicylsäure-Gabe.

Fragen zu Aspirin im Ausland
1. Warum gibt es in den USA so viele unterschiedliche Markenprodukte, die den Begriff "Aspirin" führen?

Aspirin ist eine eingetragene Marke der Bayer AG in Deutschland und mehr als 80 weiteren Ländern. In Ländern, in denen kein Markenschutz für Aspirin besteht, zum Beispiel in den USA, kann der Begriff "Aspirin" quasi als Gattungsbezeichnung für alle Produkte verwendet werden, die als Wirkstoff die Acetylsalicylsäure enthalten. Das weltbekannte Aspirin mit Acetylsalicylsäure wird jedoch nur unter dem Zeichen des Bayer-Kreuzes angeboten.

2. Warum ist Aspirin im europäischen Ausland günstiger als in Deutschland?

Bei Arzneimitteln sind Preisunterschiede im internationalen Vergleich nicht die Ausnahme sondern eher die Regel. Das hat folgenden Grund: Die Wirtschaftsstrukturen der Länder sind oft nicht miteinander vergleichbar. Das schlägt sich natürlich auch in den Preisen nieder (wie auch bei Telefon, Bahn, Mieten usw.) Im Arzneimittelmarkt werden darüber hinaus auf den Hersteller-Abgabepreis landesspezifisch unterschiedlich hohe Handelsspannen für Großhändler und Apotheker aufgeschlagen.

Schließlich gibt es große Unterschiede bei den Mehrwertsteuersätzen für Arzneimittel. Beispiele: Großbritannien = 0%, Frankreich = 2,1%, Italien = 10,0%, Deutschland = 19%, Dänemark = 25%. Bei älteren Produkten kommt es durch den Währungsverfall zu zusätzlichen Preisunterschieden. Das deutsche Preisniveau für Arzneimittel hat sich insgesamt allerdings in den letzten Jahren im internationalen Vergleich deutlich gesenkt. Die Preise liegen inzwischen im europäischen Mittelfeld.

3. Warum gibt es bei Aspirin Plus C Geschmacksunterschiede in Europa (z. B. zwischen Deutschland und Spanien)?

Obwohl Europa vieles gemeinsam hat, sind die Geschmäcker der Konsumenten in den einzelnen europäischen Ländern teilweise sehr unterschiedlich. Wir haben versucht, die Geschmacksrichtungen von Aspirin Plus C den Geschmäckern der Konsumenten in den einzelnen Aspirin-Ländern anzupassen.

Allgemeine Fragen zu Aspirin
1. 1. Seit wann gibt es Aspirin?

Der Wirkstoff von Aspirin, die Acetylsalicylsäure, wurde 1897 von einem jungen Chemiker der Firma Bayer, Dr. Felix Hoffmann, und seinem Team erstmals in chemisch reiner und damit haltbarer Form hergestellt. Zwei Jahre später wurde Acetylsalicylsäure unter der Marke Aspirin in Deutschland auf den Markt gebracht. Die komplette Geschichte des "Jahrhundert-Medikaments" Aspirin können Sie unter Markenwelt nachlesen.

2. Warum kostet das originale Aspirin mehr als die meisten Generika?

Wenn Sie Aspirin kaufen, kaufen Sie nicht nur ein Präparat, sondern auch Forschung und ständige Weiterentwicklung. Denn Aspirin befindet sich seit mehr als 100 Jahren an vorderster Front bei der Entwicklung neuer Darreichungsformen. So konnte z.B. in 2003 Aspirin Effect, das erste Arzneimittel in Granulatform, welches ohne Wasser eingenommen werden kann, eingeführt werden. Generikahersteller hingegen nutzen den Erkenntnisgewinn des Originalpräparats, so dass die Forschungs- und Entwicklungskosten bei der Produktion des Wirkstoffes entfallen.

3. Wo wird Aspirin produziert?

Die auf dem deutschen Markt angebotenen Aspirin-Produkte werden ausschließlich in Bayer-Werken der EU hergestellt. Der weitaus größte Teil wird im Werk Bitterfeld produziert. Seit Inbetriebnahme dieser Bayer-Produktionsanlage im Oktober 1992 verarbeiten dort zwölf Verpackungslinien, jeweils bis zu 6.000 Tabletten in der Minute. Jedes Jahr verlassen somit ca. 2,3 - 2,5 Milliarden Aspirin-Tabletten den Europabetrieb Bitterfeld.

4. Woran liegt es, dass Aspirin Plus C manchmal trotz Verpackung braun wird und säuerlich nach Essig riecht?

Verfärbungen von Aspirin Plus C-Brausetabletten sind auf eine undichte Verpackung der Tabletten zurückzuführen - entweder bei der Produktion oder beim Aufreißen einer der beiden gemeinsam verpackten Tabletten. Die Verfärbung zeigt an, dass Feuchtigkeit mit dem in der Tablette enthaltenen Vitamin C reagiert hat. Gleichzeitig kann durch den Zutritt von Feuchtigkeit die Acetylsalicylsäure in die weniger aktive aber ungefährliche Salicylsäure abgebaut worden sein. Wir empfehlen Ihnen daher, die vollständigen Blister bzw. die Verpackung Ihrer Apotheke vorzulegen, mit der Bitte, Ihnen dafür Ersatz zu geben. Verfärbte Tabletten sollten nicht eingenommen werden.

5. Warum kann ich Aspirin nicht im Supermarkt oder in der Drogerie kaufen?

Nach dem deutschen Arzneimittel-Gesetz handelt es sich bei Aspirin um ein Arzneimittel, das zwar ohne Rezept erhältlich, aber apothekenpflichtig ist. Dies bedeutet, dass es Arzneimittelherstellern in Deutschland nur erlaubt ist, derartige Medikamente über die Apotheke zu verkaufen.

6. Woher stammt der Markenname Aspirin?

Der Buchstabe "A" steht für Acetyl, also den Essigsäurerest in dem Molekül Acetylsalicylsäure, dem Wirkstoff von Aspirin. Die Silbe "spir" stammt von der Pflanze Spirea ulmaria, die Salicylsäure bzw. eine Zuckerverbindung der Salicylsäure, das Salicin, enthält. Salicylsäure ist das Ausgangsprodukt für die Herstellung von Acetylsalicylsäure. Die Endung "in" war zum Zeitpunkt der Erstsynthese von Acetylsalicylsäure (1897 durch Felix Hoffmann) eine gängige Endung für Schmerzmittel.

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