Fakten-Check
Synonym für Schmerzmittel
Überall auf der Welt kennen und vertrauen Menschen auf Aspirin, das Schmerzmittel, dessen Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) vor mehr als 110 Jahren entwickelt wurde. Seitdem hat sich Aspirin bei akuten Schmerzen wie Kopfschmerzen oder Migräne und Fieber bewährt.
Wirksam und verträglich
Schon Paracelsus wusste „keine Wirkung ohne Nebenwirkung“. Dieser Grundsatz gilt für alle Arzneimittel. Aspirin gehört zu den am besten untersuchten Wirkstoffen unserer Zeit. Kaum ein anderes Arzneimittel verfügt über so vielfältige Anwendungsgebiete vom Einsatz bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber bis hin zur lebensrettenden Prophylaxe eines erneuten Herzinfarkts und Schlaganfalls. Trotz seines guten Verträglichkeitsprofils darf Aspirin jedoch zum Beispiel nicht von Menschen eingenommen werden, die unter akuten Magen- oder Darmgeschwüren leiden oder bei denen solche in der Vorgeschichte aufgetreten sind. Wechselwirkungen mit anderen gleichzeitig eingenommenen Medikamenten oder Alkohol können sich ebenfalls negativ auf die Verträglichkeit auswirken. Wer sich unsicher ist, sollte sich von seinem Apotheker beraten lassen, welches Schmerzmittel das passende für ihn ist. (Quelle: Packungsbeilage)
Verantwortlicher Umgang
Vielfach wird suggeriert, Patienten gehen sorglos mit Schmerzmitteln um. Das Gegenteil ist der Fall: Studien, die den Behandlungsalltag in der Selbstmedikation abbilden, belegen, dass die Angaben zur Dosierung und Dauer der Einnahme befolgt werden. Auch die Marktzahlen zum Schmerzmittelverbrauch in Deutschland zeigen eine rückläufige Entwicklung. (Quelle: Gessner U, Petersen-Braun M. Pharm Ztg 2008; 153(27): 68-72)
Lebensrettende Prophylaxe
Der Aspirin-Wirkstoff wirkt nicht nur bei Schmerzen und Fieber, sondern ist auch Goldstandard zur Prävention eines erneuten Herz- oder Hirninfarkts (so genannte Sekundärprophylaxe) und bei akutem Herzinfarkt. Die ersten Hinweise zu den lebensrettenden Eigenschaften von Aspirin stammen aus dem Jahr 1956. Doch erst als 1971 der Wirkmechanismus aufgeklärt wurde, erforschten Wissenschaftler dies systematisch. In Deutschland ist Aspirin seit 1993 für verschiedene kardiovaskuläre Anwendungsgebiete zugelassen. (Quelle. K. Schrör, „Acetylsalicylsäure“, 2011, ISBN 978-3-9806004-9-1)
Schmerzmittelberatung in der Apotheke
Rezeptfrei und damit für die Selbstmedikation verfügbar, ist ein Arzneimittel nur dann, wenn es von den Arzneimittelbehörden aufgrund seiner Wirksamkeit und Verträglichkeit dafür zugelassen ist. Der Apotheker ist Fachmann für Arzneimittel. Wer sich unsicher ist, welches Schmerzmittel für ihn am besten geeignet ist, sollte sich daher von seinem Apotheker beraten lassen. Folgende Fragen sind für die Beratung wichtig:
- Welche Art von Schmerzen wollen Sie behandeln?
- Haben Sie schon Erfahrungen mit dem Medikament gemacht?
- Welche Krankheiten und Vorerkrankungen bestehen bei Ihnen?
- Welche anderen Medikamente nehmen Sie sonst noch ein?